68–88–18 (2018)

Ausstellung und Sammlung von Videos über urbane Freiräume in der Region Basel seit 1968

2018 jähren sich zwei Chiffren, die für die jüngere Basler Stadtgeschichte von grosser Tragweite sind. Zum einen 1968, transnationales Signum eines sozialen, politischen und kulturellen Aufbruchs vor fünfzig Jahren. Zum anderen 1988, eine ausgesprochen baslerische Chiffre. Sie steht symbolisch für den Konflikt rund um das Kulturareal Alte Stadtgärtnerei (ASG), mit dem vor dreissig Jahren der Achtundsechziger-Aufbruch in Basel einen Höhepunkt erfuhr, mit Nachwirkungen bis heute. Die Thematik der Nutzung, Besetzung und Räumung der ASG 1986-88 dient dem Projekt als historische Scharnierstelle. Als experimenteller Schmelztiegel unterschiedlichster Kräfte speiste sie den politischen, künstlerischen und hedonistisch-konsumistischen Crossover und ermöglichte ein wildes Ausprobieren verschiedenster Formate und Praktiken. Die ASG steht damit für Hochzeit und Niedergang eines Alternativmilieus, dessen Kultur, eingebettet in die Zeit des späten Kalten Krieges, stets auch politisch war – ob gewollt oder nicht. Neues entstand daraus, das bis heute die Stadt, die Kultur und die Menschen bewegt.
Das Ausstellungsprojekt 68–88–18 (Arbeitstitel) ist historisch-kritisch und partizipativ-interaktiv angelegt. Was sind Freiräume? Das ist die Leitfrage des Projekts. Die Ausstellung zeigt audiovisuelle Dokumente zu diversen städtischen Freiräumen von 1968 bis 2018 und stellt diese Orte (alternativ-) kulturellen Geschehens zur Diskussion. Bewegte Bilder (Video/ TV, Schmal lm) prägten die Selbst- und Fremdwahrnehmung des soge- nannten Alternativmilieus (Reichardt 2014) seit seinen Anfangszeiten: Das Fernsehen avancierte in den späten 60er-Jahren zum neuen elektronischen Leitmedium, während Schmalfilm sowie Video Verwendung in einer sich neuformierenden, links-alternativen Gegenöffentlichkeit fanden. Aus diesem Grund richtet 68–88–18 seinen Fokus auf Video und Film als historische und aktuelle Quellen. Dieses Material wird in ergänzenden Interviews mit früheren und heutigen Akteur_innen reflektiert und kontextualisiert. Das Publikum ist eingeladen, sich aktiv an dieser Diskussion zu beteiligen: Es beliefert die Ausstellung mit Aufnahmen aus privaten Archiven und bereichert die Debatte mit Videokommentaren.

Bilder und Video aus dem Internet: Anna Winteler, Performance «Le petit déjeuner sur la route d'après Manet» (1979), bz/zVg; Räumung Wagenplatz (2014), BaZ; Aktion «Die nackte Wahrheit über die Basler Bewegung» für die Alte Stadtgärtnerei an der Art Basel (1989), Keystone; Visualisierung Klybeck Plus (2016), klybeckplus.ch; Visualisierung Ausstellungsraum Markthalle (2016); Konzert Sommerkasino (1968), The Larks; Visualisierung BACH Klybeck (2015), Verein Shift Mode; Dokumentarfilm: Michael Koechlin für den SWR von 1988, Youtube


29. Juni 2017

Call for participants >>> Draisine Derby at Oslo Night Art Festival >>> Sa 23 Sept 2017 2–10 pm >>> most wanted: a. Teams b. Artists* c. Sponsors d. Partners a. Start with your own draisine. You pay: CHF 0 …mehr

02. Juni 2017

Welcome to the opening: Tuesday 13 June 2017, 6 pm Clarastrasse 13, Basel Exhibition: Umwelt Mode  http://www.benediktwyss.com/projekte/umwelt-mode-2017/ Opening hours: 14–17 June 10–18 Uhr, 18 June by appointment Umwelt Mode  …mehr

10. Mai 2017

am 23. September 2017 im Basler Dreispitz. …mehr

Archiv


68–88–18
Ausstellung und Sammlung
von Videos über urbane Freiräume
in der Region Basel
seit 1968

Markthalle Basel
Frühjahr 2018

Partner
Christoph Merian Stiftung
Swisslos-Fonds Basel-Stadt

Team
Benedikt Wyss
Claudio Miozzari
Dominique Rudin

Medien
barfi.ch

Träger
Verein für die Erforschung und Vermittlung
audiovisueller Dokumente, Basel

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