It's the real thing

It's the real thing

25. Februar 2017

Basler Fasnacht – Feldexperimente. Perspektiven auf einen Freiraum. Vernissage: 7. April 2017, 17 Uhr

Mit: Maija Annikki Savolainen, Olaf Breuning, Katja Brunner, Martin Chramosta, Irenka Kalicka, Kuttlebutzer, Marko Mikael Marila, Stella, Camilo Pachón, Sybren Renema, Alti Stainlemer, Jessica Wolfelsperger.

Heutzutage treten zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler an der Basler Fasnacht kaum in Erscheinung. Im Gegensatz etwa zu den 70er-Jahren, sagt man – mit dem Höhepunkt, dass Jean Tinguely 1974 im Kampf für die wilde Fasnacht das Fasnachts-Comité auf dem Marktplatz mit Russ und Federn sinnbildlich in die Luft jagte. Sodeli! Kunst- und Fasnachtszene sollen damals nicht die heutigen Berührungsängste gekannt haben.
Die Ausstellung Feldexperimente: Basler Fasnacht untersucht das Potential einer Fasnacht, die trotz ihrer Codiertheit einen einzigartigen Freiraum darstellt. Womit auch die Hoffnung verbunden ist, als längerfristiges Projekt die Kunst wieder näher an die Basler Fasnacht zu rücken. Was soll, kann, darf, ja muss so eine Fasnacht? Sieben Künstlerinnen und Künstler besuchten die diesjährige Fasnacht, um ihre persönlichen Antworten zu suchen. Ihre Experimente haben sie in Arbeiten übersetzt, die in der Ausstellung mit bestehenden Werken kombiniert werden. Ergänzt wird die Anordnung durch originale Artefakte, Bilder und Fotografien der seit den 70er-Jahren die Grenzen der Narrenfreiheit suchenden Traditionsclique Alti Stainlemer und eben der Kuttlebutzer, die über Jahrzehnte für eine freie und wilde Fasnacht kämpfte.

Essays von Naomi Gregoris, Salome Hofer, Pia Inderbitzin, Michelle Steinbeck, Michael Luisier, Thilo Mangold, Michel Massmünster, Thierry Moosbrugger, Boris Nikitin und Lucien Stöcklin begleiten die Ausstellung. Am 7. April eröffnet sie mit Überraschungsgästen.

Eine Ausstellung an der Kunstbiennale It’s The Real Thing – Basler Dokumentartage 17.

Nachdem das Festival 2013 die Grenzen zwischen Realität und Fälschung und 2015 die Inszenierung von Öffentlichkeit verhandelte, heisst es dieses Jahr Manege frei für den dunklen Clown des Dokumentarischen: die Satire. Eigentlich eine Kunstform, welche die Wirklichkeit verspottet, scheint sie derzeit das Paradigma der Gegenwart zu sein. Denn Satire, das ist die stete Simulation der Krise, stellt sie doch die Wirklichkeit nicht einfach dar, sondern übertreibt, polemisiert, karikiert, irritiert und verschiebt die Grenzen des Vertretbaren oder löst sie komplett auf. Sie ist das Dokumentarische im Fieberzustand. Satire spielt die Wirklichkeit als Spiel. Dabei testet sie nicht nur die Vorstellungen dessen, was als wahr oder wertvoll gilt, sondern auch die Mittel, mit denen wir diese tagtäglich auszudrücken versuchen. Ihr Modus ist die Grenzüberschreitung. Kein Wunder, dass Politik, Werbung und Journalismus sich unter dem Druck des Wettbewerbs um Aufmerksamkeit derzeit immer mehr satirische Techniken aneignen: Abstimmungsplakate als Karikatur, Karneval der Information, vollendete Auflösung der Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion. It’s The Real Thing begibt sich 2017 dorthin, wo die Zeichen sich ihren eindeutigen Zuschreibungen entziehen, ihre Bedeutungen zum Schillern gebracht werden, wo zwischen E und U alles unklar und von einer fröhlichen Ironie ist, wo man nicht mehr weiss, ob man das darf oder nicht darf, ob etwas korrekt oder unkorrekt ist und wo im Sumpf zwischen Trash und Glamour eines der rätselhaftesten Konzepte aufscheint, welche die Kommunikation hervorgebracht hat: die Idee der menschlichen Freiheit.

It’s The Real Thing – Basler Dokumentartage 17: Olaf Breuning, El conde de torrefiel, Diederich Diederichsen, Georger&Deefort, Ursula Martinez, MedingScheerTibbe, Monstertruck, Kim Noble, Boris Nikitin, Robert Pfaller, Laura de Weck,  Worst Case Scenarios, Benedikt Wyss, Oliver Zahn & Julian Warner


20. April 2018

See photos by Dominik Asche (first series at Kunsthalle Basel) Hans-Jörg Walter (second series at Kunsthalle Basel) Jonas Egli and Die Unbaggene (at Basler Fasnacht) on benediktwyss.com/projekte/feldexperiment2 Photo: Jonas Egli …mehr

10. April 2018

Hallo Ausstellung! Die Videoausstellung «68–88–18. Freiraum in Basel. Filme und Videos» an der Webergasse 34 unweit der Kaserne Basel eröffnete am Freitagabend fulminant. Trotz (oder dank?) frühlingshafter Temperaturen fanden 568 …mehr

21. März 2018

Buch mit Videoapp – hilf uns mit deiner Bestellung! Die Videoausstellung 68–88–18. Freiraum in Basel ist knapp finanziert, doch für das Ausstellungsbuch bleibt kaum ein Batzen übrig. Deshalb die Frage: Wer will unser Werk vorbeste …mehr

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